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Eine außergewöhnliche Frau ist sie und eine außergewöhnliche Künstlerin - Silvia Battisti. Nicht sehr groß von Statur, tritt sie uns entgegen: drahtig und voller Energie gestaltet sie außergewöhnliche Bilder. Berührt von der Vergangenheit, die sie nach eigenen Aussagen auf den Schultern trägt, macht sie sich in ihrer Heimat Italien auf die Suche nach Waffenresten aus dem I. Weltkrieg, welche sie zu ungewöhnlichen Kompositionen verarbeitet. |
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Senza titolo
2001 |
Senza titolo
2001 |
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| Sie kennt die Stätten, die einst umkämpften Hügel und Berge, hier sei besonders hervorgehoben der Monte Grappa, welche sie aufsucht, um für ihre Werke das Material aufzuspüren. Zu diesen Teilen komponiert sie Schriftzeichen und Alltagsgegenstände; bringt alles in eine klare Ordnung, unterstützt durch eine recht kräftige Farbauswahl. Die Komposition der Werke, wie auch die Wahl der Farben muten asiatisch an, während die Schriftzeichen den Eindruck von Runen machen. |
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Dal Monte Grappa:
composizione contro la guerra
2004 |
Una grande tristezza
2004 |
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| Viele Ausstellungen hat Silvia Battisti vorzuweisen, vor allem bewegte sie sich in Italien und der Schweiz. Nun wird ein Teil ihrer Werke in Deutschland gezeigt - ebenfalls an einem außergewöhnlichen Ort: einem ehemaligen Stahlproduktions-Standort. Das Museumsprojekt Hörder Burg in Dortmund, welches Werke von Josef Beuys, Horst Antes, Emil Schumacher und anderen beherbergen soll, ist ein atmosphärisch dichter und geschichtsträchtiger Austellungsort, an dem die Bilder der Künstlerin in einen speziellen Kontext gestellt werden. Hier kommt das zum Tragen, was die Kunsthistorikerin Alessandra Montalbetti "Die lärmende Stille der Zeichen" nennt. |
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Composizione per una corda
2003 |
Percezione del dolore
2003 |
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| Montalbetti weist darauf hin, "dass diese Oberfläche (der Bilder), die uns gerade wegen ihres Reichtums angezogen hatte, uneben, durchlöchert, unterbrochen und von tausend von kleinen Zeichen durchzogen ist, die innehalten und auf Hindernisse treffen, unerwartete diagonale und senkrechte Risse. Niemals waagerechte Risse, die uns aufgrund ihrer Ruhe dorthin zurückführen könnten wo wir aufgebrochen waren, und uns damit beruhigen. Wenn die erste Ruhe erst einmal zerrissen ist, bemerken wir einen fernen Schrei der immer und immer näher kommt und immer lauter wird. |
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L ’assenza
2002 |
Segni e legami
2003 |
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Die Werke dieser Künstlerin scheinen also keinen Lärm zu machen. Jetzt liegt es also an uns, allen Krach zu unterbrechen der uns umgibt, da, wie Shakespeare andeutet, - es nur von intelligenter Liebe zeugt, mit den Augen zu hören -. (Sonett 23)" (aus dem Katalogtext von Allessandra Montalbetti).
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Vertigine
2004 |
Risonanza della paura
2004 |
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In ihrer " lärmenden Stille " gehen die Werke Silvia Battistis eine spezielle Symbiose zum ehemaligen Standort der Stahlproduktion ein; den einst lärmende Geschäftigkeit erfüllte und an dem nun, seit dem Abbau des Werkes durch geschäftstüchtige Chinesen, eine merkwürdige Stille eingetreten ist. Ein Standort, an dem das Material produziert wurde, welches sich in den Werken Battistis fragmentarisch, benutzt und ausgedient wieder findet. Ein Material, das die Menschen der Region so stark prägte, dass es schwer wird, nach dessen Abzug in eine neue Identität zu schlüpfen.
Nana Aue |
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