Kornelia Eleonore Hofmann
 
In der Hörder Burg, Dortmund, welche die Verwaltungs- und Bürogebäude des ehemaligen Stahlkonzerns Hoesch beheimatete, ist ein Museumsprojekt initiiert. Der fertige Museumskomplex soll unter anderem eine Sammlung von Kunstwerken bedeutender Künstler der deutschen Nachkriegszeit beherbergen. Am 8. Januar 2006 ist die Sammlung Wolnin an die Kulturstiftung Schlanke Mathilde in Hörde übergeben worden. Sie umfasst beispielsweise Werke von Emil Schumacher und Horst Antes. Weitere werden dazu kommen.
 
 
Zyklus Erdenwege
Zyklus Erdenwege
Zyklus Erdenwege
 
 
 
Kornelia Eleonore Hofmanns Reihe von Kohle- und Rötelzeichnungen ist wie gemacht für den Standort, der sich durch eine große Erdverbundenheit und das Feuer der Hochöfen präsentiert. Hofmann ist eine Künstlerin aus dem deutschen Osten. 1951 in Zwickau als Tochter einer Künstlerfamilie geboren, kam sie sehr frühzeitig mit der Kunst in Berührung. Auch die musikalische Seite wurde gefördert, der Vater war Dirigent und Komponist, Kornelia Eleonore Hofmann lernte Klavier und Flöte.
 
Zyklus Erdenwege
Zyklus Erdenwege
Zyklus Erdenwege
 
 
Nach der Wende studierte Hofmann Malerei und Grafik an einer privaten Akademie in Hamburg und arbeitet als Buchillustratorin. Sie hat an Wettbewerben teilgenommen , unter anderem als Malerin beim Christoph-Graupner-Wettbewerb Zwickauer Land und beim Tijani Regest Wettbewerb im Bereich Eros, wo sie als Newcomerin im Galerie-Geschehen den ersten Preis erringen konnte. Kornelia Eleonore Hofmann hat zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland aufzuweisen und ist Mitglied im Kunstverein Zwickau e.V. sowie im Kunstforum International. Sie lebt und arbeitet mit ihrer Familie in Zwickau, Partnerstadt Dortmunds.
 
Ex tempore
Temptation
 
 
Kornelia Eleonore Hofmann sucht Farbspuren und hält sie in ihren Bildern fest. Sie sucht nach Ausdruck und Deutung des Geschauten und löst Emotionen aus. Sie verführt zum Dialog mit den eigenen Gefühlen, zum Innehalten und sich selber begegnen. Vorwiegend arbeitet die Künstlerin mit Kohle, Rötel und Kreide, was ihrer Bodenständigkeit Sprache verleiht, sie immer wieder erdet und aus dieser Quelle Kraft schöpfen lässt.
 
Strukturen I-IV
 
 
Kornelia Eleonore Hofmann beginnt mit Linien, die sie zu Formen verdichtet. Farbschicht für Farbschicht, Schattierung für Schattierung, Linie für Linie entstehen Formen aus ihrem Inneren. Dabei wird sie inspiriert durch ihre Erdverbundenheit. So entstehen imaginäre Landschaften bis hin zu erotischen Sujets. Sie lässt spannungsvolle Hell-Dunkelschattierungen entstehen, auf der Suche nach den Ursprüngen. Die Linienführung der Sujets ist drängend, wobei runde Formen überwiegen. Wir sehen Werke einer Künstlerin, die etwas zu sagen hat und dem Ausdruck verleiht. Themen und Malverlauf überlässt sie weitest gehend dem Zufall, wobei sie sich nicht auf eine Stilrichtung festlegt.

Die Künstlerin liebt Kontraste, sie legt sich nicht fest, um der ganzen Breite ihrer Gestaltungsmöglichkeiten Raum zu geben. So sehen wir in ihren Acrylbildern eine Reihe, die sich aus dem Licht, der Sonne und dem leichten Spiel mit den Farben speist.

Nana Aue
 
Künstler